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Ganz ungewollt auf der Suche nach Frieden. Hier, zwischen Kapuzinerkresse, Fallobst und den Kinderschaukeln, ein paar rumorenden Hühnern, einer Kiste Heu, zwei Spatenstichen frischer Sonntagserde und dem Klackern der herabfallenden Wallnüsse auf die kleine Hütte.
Ja, hier riecht, schmeckt und duftet es nach Frieden. Sonst manchmal nur eine Idee. Heut kitzelt es mich in der Nase. Und das mitten in der Stadt.

Zwischen Walnüsse sammeln, überlegen, wer wie was wo mit dem Fallobst anfangen kann und warum will das keiner haben oder hat einer Zeit Apfelmus zu kochen?
Hier läuft es auch schon längst nach dem Wind, das Rad über den Bäumen, rasselt leise zur Photovoltaik-Anlage. Und ein Gartenhaus, eben noch von einer kleinen Gruppe Jungen besucht, wurde innen mit Blumen geschmückt. Ein Rätsel. Ein Apfel fällt doch weiter vom Baumstamm und es macht ihm nichts. Und dort ein Kraut und dort auch ungestüm und es macht ihnen nichts.
Ich denke an Kindheit und den Geschmack von frischen Äpfeln in den erdigen Händen.
Fast etwas unwirklich. Und doch bin ich mittendrin.
Vielleicht zwischen Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart. Wenn das ein Leitmotiv würde. Nicht nur die Erbsen oder Zucchini gemeinsam. Auch Himbeeren und einen Lebensentwurf der drei Tage länger denkt oder eine ganze Zukunft.

Aus den frischen Walnüssen sollen Brownies entstehen. Dann gibt es ein kleines Gartenfest. Für die kleinen und großen. Stadtneurotiker mit roten Wangen.

Und ich denke: Das ist mehr als nur ein „urbanes Projekt“.

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