Am 13. Mai  / 11 Uhr in der Buchhandlung am Bebelplatz in Kassel  /  Reihe „Junge Literatur“
Lyrik interagiert mit Musik, Ton und Bild. Ein Herz, ein Korn, ein Federleicht. Dazu zwei Akkorde und ein Diaprojektor auf drei Scheiben Improvisation mit vier Takten Textgemisch zwischen Dur und Moll.
Daniela Rieß liest Lyrik aus Ihrem Debüt „gegen Rotampeltage“ (2011 im Czernik Verlag erschienen) und neuere Lyrik an der Schwelle zu Kurzprosa in Zusammenspiel mit Improvisation. Aufgetischt werden neben Zyklen aus den Themenbereichen Lebensgeschichten von Frauen, Mütter und Töchter, Wahrnehmungsblüten und Erinnerungen, auch Reflexionen auf die ost-westeuropäische Geschichte und weitere Zutaten. Kritisches, Fröhliches, Ironisches, Nachklingendes. Dazu wird eine Portion musikalisch-textuelle Interaktion mit Lisa Sommerfeld am Rhodes gereicht, die auf eine visuelle Projektion trifft. An den Projektoren Kirsti Fingerhut.
Daniela Rieß, 1978 in Annaberg-Buchholz geboren, schreibt seit der Wende Gedichte und Geschichten. Studium der Germanistik und Erziehungswissenschaften in Kassel. Hier lebt und arbeitet sie als freie Texterin, Autorin, Kultur- und Medienpädagogin sowie als Kommunikationsberaterin unter dem label spellart.
Lisa Sommerfeld, 1985 in Kassel geboren, entdeckte mit 14 ihre Leidenschaft für den Jazz. 2004 gründete sie mit Manuel Groh und Max Jentzen das viel beachtete Jentzen Groh Sommerfeld Trio (www.jgs-trio.de)

Die HNA vom 21.4.:
„Sprache und Musik sind zwei Gattungen, die sich seit Langem als hervorragendes Gespann bewährt haben. Und doch gibt es hin und wieder Überraschungen, welche dieser Verbindung eine eigene Dimension verleihen und sie auf ihre Art bereichern.
Was Rieß mit Worten vermag, schafft Lisa Sommerfeld, bekannt durch das Trio Jentzen Groh Sommerfeld, mit nur wenigen Akkorden am Piano. Die beiden jungen Künstlerinnen bilden ein Duo, welches sich einvernehmlich aus zwei unterschiedlichen Kunstgattungen zusammensetzt. Abgerundet wurde die Performance von Diaprojektionen im Hintergrund, die Bilder von Familienidyllen der 50er-Jahre zeigten. Ein Abend, der noch lange nachklingt und Lust auf mehr von diesem Duo macht.“

Foto: Tanja Jürgensen

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